Neues in 2014 – Teil 3: Arbeit und Staat

Georg Dietz

Neues in 2014Im dritten und letzten Teil unserer Reihe “Neues in 2014″ wollen wir Ihnen einige Veränderungen im Bereich Arbeit und Staat vorstellen. Von Wohn-Riester bis hin zur Insolvenzrechtsreform wird sich einiges ändern.

 

Wohn-Riester wird flexibler

Riester-Sparer können ab 2014 schon während der Ansparphase Kapital aus ihrem Riester-Bausparvertrag entnehmen, um es für die Entschuldung der selbst genutzten Immobilie einzusetzen. Dies war bisher nur zu Beginn der Auszahlungsphase des Riester-Vertrags zulässig.

Der Sparer hat die Wahl zwischen einer anteiligen und vollständigen Kapitalentnahme. Entscheidet er sich, nur einen Teil des geförderten Altersvorsorgevermögens für die selbst genutzte Immobilie einzusetzen, dann müssen mindestens 3.000 Euro auf dem Vertrag verbleiben.

Mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz kommt es 2014 zu weiteren Erleichterungen: Zum Beispiel kann gefördertes Riester-Guthaben unter bestimmten Voraussetzungen auch für Umbaumaßnahmen zur Reduzierung von Barrieren verwendet werden. Alters- und behindertengerechte Umbauten sind somit ab 2014 in die Eigenheimrenten-Förderung eingeschlossen.

Berufsunfähigkeitsversicherung wird staatlich gefördert

Im Zuge des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes sind die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab 2014 von der Steuer absetzbar.

Voraussetzung für die staatliche Förderung ist eine lebenslange Rentenzahlung. Bisher zahlt eine Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel nur bis zum 67. Lebensjahr. Für eine lebenslange Rente ist mit deutlich höheren Beiträgen zu rechnen.

Reisekostenreform 2014

Am 1. Januar 2014 tritt das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerrechtlichen Reisekostenrechts in Kraft. Die Reform soll durch praxisgerechtere Regelungen den Verwaltungsaufwand von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Finanzverwaltung reduzieren.

Änderungen ergeben sich nicht nur durch den Wechsel von der „regelmäßigen Arbeitsstätte“ zum neuen Begriff der „ersten Tätigkeitsstätte“. Auch bei der steuerfreien Erstattung von Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungskosten und bei doppelter Haushaltsführung sind wichtige Neuerungen zu beachten.

Zweite Insolvenzrechtsreform ab Juli 2014

Das Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte soll insolventen Existenzgründern und Verbrauchern schneller als bisher eine zweite Chance ermöglichen, wenn sie einen Teil ihrer Schulden sowie die Verfahrenskosten begleichen.

Die Gläubiger profitieren ebenfalls von der Insolvenzrechtsreform, weil die Schuldner einen gezielten Anreiz erhalten, möglichst viel zu bezahlen. Darüber hinaus enthält der Gesetzentwurf Regelungen zur Verkürzung und Umgestaltung des Restschuldbefreiungsverfahrens, zur Stärkung der Gläubigerrechte und zur insolvenzrechtlichen Stellung der Mitglieder von Wohnungsgenossenschaften.

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